Elektromagnetische Felder messen

Inhaltsübersicht

Magnetische Wechselfelder, Niederfrequenz NF und Hochfrequenz HF:

Die Messung von elektromagnetischen Feldern erfolgt auf elektrotechnischer Basis mit hochwertigen kalibrierten Messgeräten wie zum Beispiel dem Aaronia Spektrum Analyser oder Rhode&Schwarz NF- und HF-Messgeräten. Auch Radon- und Elektrostatik-Messungen gehören zu unseren Dienstleistungen.

Baubiologische chemische Messungen werden mit den Spezialisten von FGHU und SABE Schweiz durchgeführt, bei deren Verbänden wir Mitglied sind.

In der Nähe von Eisenbahnen ist es das 16 ²/3 Hertz-Bahnnetz, das abgeschirmt werden muss, das auch zu massiven Problemen bei der Erdung führen kann: die Erdung vom Bahnstrom ist nicht verbunden mit der Netzerdung, sodass sich Schleifen und vagabundierende Ströme bilden können.

Im Hochfrequenzbereich sind es die elektromagnetischen Felder von Mobilfunksendern, dem eigenen Handy, WLAN, Bluetooth, Radar (Wettersatelliten) und allen Radio- und TV-Sendern.

Womit wird eine Messung durchgeführt?

Ein Teil von meinem Equipment:

Antenne Hyperlog 60100

Spectran HF 60100

Magnetische Gleichfelder messen:

Das Erdmagnetfeld: Der geographische Nordpol ist der magnetische Südpol, da dies in der Vergangenheit falsch definiert wurde.

Auch ein künstlicher Magnet kann ein starkes Magnetfeld erzeugen. Deshalb solche Magnete immer auf einer Metallfläche lagern, wie z. B. eine Kühlschranktür, nie frei herum liegen lassen.

Es gibt natürliche Gleichfelder, die die Erde vor der starken kosmischen Strahlung schützen.

In vielen Häusern gibt es starke magnetische Felder, die das natürliche Magnetfeld stören. Vor allem in Gebäuden mit viel Armierungseisen und Stahl sind diese Felder existent. Sie beeinflussen das natürliche Feld und können insbesondere die Schlafqualität negativ beeinflussen. Man kann die Gleichfelder entmagnetisieren, was allerdings ziemlich kostenintensiv ist.
Meine Lösung: Neutralisieren der Felder mit einem starken Neodyn-Magnet auf einem Profileisen.

Beispiel aus einem Messprotokoll (das WLAN des Nachbars führte zu Schlaflosigkeit). Sämtliche Messungen werden aufgezeichnet und im Messbericht dokumentiert:

Hellblau = Maximalwert während der Messung
Violett = Momentanwert.

Je höher die blaue Kurve ist, desto grösser ist die Belastung.

Beispiel:  Ein WLAN-Signal aus der Nachbarwohnung strahlt durch eine dünne Wand direkt ins Schlafzimmer des Kunden. Der Wert beträgt fast 300 mV, das ist das 50-fache des elektro-biologischen Richtwertes von 6m V/m. Gemessen und aufgezeichnet wurde mit dem Spektrumanalyser von Aaronia.

ESI-24 EMF-Spürhund

Das ESI24 ist ein einfaches Gerät um EMF ausfindig zu machen und auch für den Laien ideal. Es ist kein Messgerät im klassischen Sinne, leistet aber sehr gute Dienste, um Störfelder in allen Frequenzbereichen bis 8 GHz zu lokalisieren. Die LED-Anzeige führt einem zu den Störfeldern und zeigt deren Intensität an. Neu ist die 3-D Funktion, wodurch die horizontale und vertikale Lage des Gerätes die Messung nicht mehr beeinflusst.

Funktionen:

  • Elektrische Niederfrequenzfelder Netz und Bahn, 16Hz bis 3KHz
  • Elektrische Hochfrequenzfelder 50MHz bis 8GHZ
  • Elektromagnetische Felder 50MHz bis 8GHz
  • Leitungssuch-Funktion, um Stromleitungen ausfindig zu machen
  • Mit Ton (ausschaltbar), der sich je nach Intensität des Felds ändert

Preis: Fr. 269.- exkl. MWST und Versand, inkl. Ersatzbatterie im Wert von
Fr. 7.50. Das Gerät ist in unserem Shop erhältlich.

Wie gehe ich bei einer Messung vor?


Als erstes interessieren mich alle elektrischen Geräte, die am Strom angeschlossen sind oder die EMF erzeugen können. Sind diese bekannt und ausgeschaltet, kann mit der Messung begonnen werden. Auch alle Handys und das WLAN meines Mess-PCs werden ausgeschaltet. Auf dem Bakom-Senderplan sehe ich, welche Mobilfunksender in der Nähe sind und wie stark sie senden. Dann werden alle WLAN in der Umgebung gemessen und es folgt noch eine Messung über den gesamten Frequenzbereich von 200 MHz bis 10 GHz. Damit ist die Hochfrequenzmessung abgeschlossen.

Danach folgt die Niederfrequenzmessung (= Stromnetz). Hier finden sich oft versteckte E-Smog- Quellen, die eliminiert oder abgeschirmt werden müssen. Oft können diese Belastungen durch simples Abschalten oder Abschirmen reduziert werden. Ziel ist es, die Feldstärken im Hochfrequenzbereich bis unter 6 mV/m zu senken. Im Niederfrequenzbereich sind Feldstärken unterhalb von 1 V/m anzustreben (siehe Grenzwerte).

Anschliessend bespreche ich mit dem Kunden die gemessenen Werte, und wir diskutieren über möglichen Massnahmen. Meistens kann die Belastung durch Geräte ausschalten bei Nichtgebrauch oder Verlängerungskabel nachts ausstecken usw. schon wesentlich verkleinert werden. Falls die Belastung durch nicht selber beeinflussbare EMF gross ist, sprechen wir über mögliche Abschirmungen. Wichtig ist hier ein Schritt-für-Schritt-Vorgehen.

Beispiel Schlafplatz: Ist die Belastung klein bis mittel, reichen oft Abschirmdecken (Dualguard-System). Eine Decke wird ins Duvet gesteckt, die andere unter das Fixleintuch gelegt. Die Stoffe sind aus Öko-Baumwolle und Nylon mit OEKO-TEX 100 Zertifizierung und 25 % Silberfadenanteil, je nach Abschirmleistung. Siehe: Abgeschirmt schlafen

Baldachine sind für stärkere bis starke Belastungen sehr gut geeignet. Sie sind sehr luftdurchlässig, ähnlich einem Moskitonetz, und waschbar.

Beispiel eines Baldachins von einem Kunden. In der Nähe stehen mehrere Mobilfunkantennen:

Alle Besitzer eines Baldachins schlafen darunter wesentlich besser, länger und mit weniger Unterbrechungen. Auch das Wohlbefinden tagsüber verbessert sich spürbar durch den erholsameren Schlaf. Man ist ausgeruhter, belastbarer, geistig und körperlich leistungsfähiger, weil die REM-Phase (Tiefschlafphase) nicht mehr durch die hochfrequente Dauerbestrahlung gestört wird.

Unter dem Baldachin ist viel Platz, dennoch erzeugt er auch ein Gefühl der Geborgenheit. Erstaunlich ist immer wieder diese innere Ruhe durch die gute Abschirmung.

So viel Platz, und das erst noch mückenfrei 😊.